Andreas Brandhorst – Die Tiefe der Zeit

Rückseitentext:
Seit vielen Tausend Jahren führt die Menschheit Krieg gegen die geheimnisvollen Crul. Und seit ebenso langer Zeit erzählt man sich Geschichten von der Hauptstreitmacht des Feindes, die seit Ewigkeiten durch die Weiten des interstellaren Raums unterwegs ist, um eines Tages die Kernwelten der menschlichen Zivilisation zu vernichten. Der ehemalige Soldat Jarl, dem man Verrat und Mord zur Last legt, ist auf der Flucht vor den eigenen Verbündeten. Als Gejagter muss er die legendäre Erde finden, jenen mythischen Ursprungsplaneten der Menschen. Denn dort soll die größte aller Waffen lagern, eine Waffe, die den Krieg beenden und Frieden bringen kann. Jarls Suche führt ihn durch die Tiefe der Zeit. Doch er ahnt nicht, dass er nur ein Werkzeug in einem viel größeren Plan ist …

Kulisse:
Wir befinden uns viele tausende Jahre in der Zukunft. Die Menschheit hat unzählige Planeten besiedelt, sich angepasst und ihr Überleben gesichert. Es herrscht eine strenge Hierarschie und eine blinde Bereitschaft gegen den Feind zu kämpfen und für den Sieg des Pakts zu sterben. Ihr ewiger Feind sind die Crul, die mit ihren Superlichtschiffen zu den Kernwelten vordringen um diese zu vernichten.

Handlung:
Den Klappentext finde ich nicht so gut gelungen, denn Jarl ist viel mehr als ein Flüchtling. Am Anfang des Buchs lernen wir ihn als Kind kennen, das in einem Lager zusammen mit anderen Kindern, zum Soldat ausgebildet wird. Doch Jarl ist sensibel, fühlt sich deplatziert und versteht nicht, was gut am Krieg sein soll. Durch einen Fehler in einem Einsatz kommt er vor ein Kriegsgericht und wird auf eine Mission ohne Wiederkehr geschickt, bei der sich zeigt, dass Jarl kein Feigling ist und seine eigentliche Bestimmung endlich findet.
Die Geschichte hat aber noch eine zweite Hauptfigur, die Strategin Prizilla, die in jungen Jahren zur Suprema ernannt wird und die Streitkräfte des Pakts anführt.

Prizilla und Jarl haben ein gemeinsames Ziel: Sie suchen den Ursprungsplanet der Menschheit auf dem sich die ultimative Waffe befindet, mit der der Krieg ein für alle Mal beendet werden kann. Doch was die Waffe ist und wie sie den Krieg beendet, davon haben beide keine Ahnung und auch verschiedene Vorstellungen.

Schreibstil:
Von meinem ersten Roman von Brandhorst war ich so angetan, das gleich ein zweiter her musste. Kein anderer Science Fiction Roman in meinem Regal ist so wundervoll wortgewandt und bildreich geschrieben, detailliert aber mit genug Raum für die eigene Vorstellungskraft. Spannend, aber auch emotional ohne kitschig zu sein. Die Figuren sind unterschiedlich und glaubwürdig. Sie sind nicht nur da um die Geschichte zu erzählen, sondern hauchen der Geschichte Leben ein.

Mein Fazit:
Mir hat gut gefallen, dass die Geschichte am Anfang aus zwei unterschiedlichen Handlungssträngen besteht, denn Jarl und Prizilla führen zwei völlig unterschiedliche Leben. Erst nach und nach verstricken sich die Geschehnisse miteinander bis die beiden aufeinander treffen.
Auf 544 Seiten erleben wir eine fantastische, spannende Reise, die noch mehr zu bieten hat als ich hier aufzählen möchte. Die Tiefe der Zeit ist absolut lesenswert und Andreas Brandhorst ein Meister in der Science Fiction Literatur.

Details:
Erschienen 2018 im Piper Verlag
EAN 978-3-492-70427-4
Cover-Download: piper.de

Weitere Romane von Andreas Brandhorst

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Webseite erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: