Robin Cook – Todesangst

Handlung

Dr. Jason Howard sterben die Patienten, denen er vor einigen Monaten und Wochen noch eine gute Gesundheit bescheinigt hat, unter der Hand weg. Der Genforscher Alvin Hayes bittet ihn eines Tages um ein Treffen und wirkt zerzaust und paranoid. Als er Jason gerade von seiner paradoxen und bahnbrechenden Entdeckung erzählen will, bekommt er einen Hustenanfall und spuckt Blut bis er tot vom Stuhl fällt… Jason macht sich zusammen mit Hayes Ex-Freundin, der Striptease-Tänzerin Carol Donner, auf die Suche nach dem Geheimnis…

Die Idee des Buches ist eigentlich ganz gut und auch als Laie kommt man mit den „Fachbegriffen“ gut zurecht. Die Figuren sind allerdings total langweilig und entwickeln sich überhaupt nicht. Dr. Howard – der als Hauptfigur die Geschichte tragen sollte – wirkt arrogant, aber auch dümmlich und etwas überfordert, keine gute Mischung. Es gibt viele unsinnige Dialoge, die man hätte weglassen können und der einzige Mord an einer Frau ist ein für die Story absolut unnötiger Sexualmord. Auch Jason Howards Umgang mit Frauen ist stellenweise chauvinistisch und übergriffig, was er sich anhand seiner eigenen Unzulänglichkeiten aber gar nicht leisten kann. Einzige Sympathieträgerin ist Carol Donner, für die ich mir aber auch ein emanzipierteres Ende gewünscht hätte.

Das Buch soll eigentlich zum Nachdenken anregen, wird von den mies ausgearbeiteten Charakteren aber leider überschattet.

Auch wenn Robin Cook der Meister der Medizinkrimis sein soll, machen seine klassischen Rollenbilder keine Lust darauf, ein weiteres Buch zu lesen. Der Roman ist allerdings von 1988, keine Ahnung, ob in seinen neueren Werken diese Rollennvorstellungen aufgeweicht werden.

Details:
Das Buch erschien 1990 im Hestia Verlag
ISBN unbekannt.

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