Andreas Brandhorst – Das Erwachen

Rückseitentext:
„Der ehemalige Hacker Axel setzt versehentlich ein Computervirus frei, das unzählige der leistungsfähigsten Rechner auf der ganzen Welt vernetzt. Als sich daraufhin auf allen Kontinenten Störfälle häufen und die Infrastruktur zum Erliegen kommt, die Regierungen sich gegenseitig die Schuld geben und die geopolitische Lage immer gefährlicher wird, stößt Axel gemeinsam mit der undurchsichtigen Giselle auf ein Geheimnis, das unsere Welt für immer verändern wird: In den Computernetzen ist etwas erwacht, und es scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein …“

Handlung
„Das Erwachen“ beschreibt eine nicht all zu ferne Zukunft in der unser Leben noch nicht ganz so viel anders (aber leider auch nicht besser) ist als heute und so kann man sich besser in das Kommende hineinversetzen.

Axel Krohn führt ein Leben mit mehreren gefälschten Identitäten und allem was dazu gehört: Ausweise, Kreditkarten, Wohnungen. Er weiß, wie man sich in Systeme hackt und von öffentlichen Kameras unerkannt bleibt. Über das Darknet führt er ein paar krumme Geschäfte mit Daten und Software. Als ein Kunde auf ein persönliches Treffen besteht läuft am vereinbarten Ort nichts ab, wie er es sich vorgestellt hat. Statt seine Software verkaufen zu können, stolpert er über zwei Leichen und einen USB-Stick, den er an sich nimmt. Auf dem Stick befinden sich Zugangscodes den Axel nicht widerstehen kann. Doch bei seinen Schnüffeleien setzt er unbemerkt auch etwas frei – den Infiltrator, ein Programm, dass sich erst langsam aber dann immer schneller ausbreitet und dabei immer wieder von selbst optimiert. Selbst der kleinste Mikrochip im kleinsten elektronische Gerät wird von der entstehenden Maschinenintelligenz assimiliert.

Die Geschichte nimmt ziemlich schnell Fahrt auf und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Coorain Coogan, der von Hawaii nach Deutschland strafversetzt wird um herauszufinden, was es mit den zwei toten Männern auf sich hat. Viktoria Jorun Dahl, Leiterin des Instituts für Frieden und Sicherheit in Rom, die zusammen mit zwei Experten, das Rechenzentrum der MI und eine Lösung im Umgang mit dieser finden sollen. Und Axel Krohn, der der einzige ist, mit dem die MI reden möchte. Für ihn beginnt ein rasantes Abenteuer, das er am Anfang eher mit sich geschehen lässt und von dem das Schicksal der Menschheit abhängt. Natürlich sind auch Leute mit fragwürdigen Absichten hinter Axel Krohn und der MI her. Sie alle finden am Ende zusammen und einen Weg mit der Maschinenintelligenz zu interagieren.

Andreas Brandhorst hat mit „Das Erwachen“ wieder ein beeindruckendes und umfangreiches Werk geschaffen. Er beschreibt auch, was es bedeuten würde, wenn plötzlich kein Strom mehr fließt. Was passiert mit einer modernen, von elektronischen Geräten „dominierten“, Gesellschaft, wenn plötzlich überall das Licht ausgeht und zwar nicht nur für ein paar Stunden… und was würde eine viel höher entwickelte Intelligenz von uns als Menschen überhaupt halten?

Ich könnte hier noch viel mehr schreiben, aber ich will auch nicht alles verraten. Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend. Ein futuristisches, aber auch realistisches Lesevergnügen, das einen nachhaltig beschäftigt.

Details zum Buch
Erschienen 2018 im Piper Verlag
EAN Taschenbuch: 978-3-492-31387-2
EAN Paperback: 978-3-492-06080-6
Cover-Download: piper.de

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