Arkady Martine – Im Herzen des Imperiums

Rückseitentext

„Mahit Dzmare, Botschafterin einer kleinen, unabhängigen Raumstation, wird in die Hauptstadt des teixcalaanischen Imperiums versetzt. Jetzt steht sie vor einer fast unlösbaren Aufgabe: sie soll die Todesumstände ihres Vorgängers aufklären, sie muss die Unabhängigkeit der Station bewahren – und sie darf auf keinen Fall ein wichtiges technologisches Geheimnis preisgeben. Ein Geheimnis, für das manche im Imperium töten würden…“

Handlund

Sowie die Botschafterin auf Teixcalaan ankommt, wird sie von der ihr zugeteilten Kulturreferentin Drei Seegras zu ihrem toten Vorgänger Yskandr gebracht. In ihren Kopf trägt Mahit eine Imago-Maschine, auf der sich eine 15 Jahre alte Aufzeichnung seiner Persönlichkeit und seiner Erinnerungen befindet, es ist eine Art Symbiose. Er soll ihr eigentlich dabei helfen, sich auf Teixcalaan zurechtzufinden, doch als Yskandr seinen eigenen toten Körper sieht, bekommt er einen Knacks und verschwindet. Dabei war Mahit extra für Yskandr ausgewählt worden, jetzt kann sie sich nur noch auf ihre eigene Ausbildung zur Botschafterin und ihre Intuition verlassen.

Das kleine Stück Technik in ihrem Kopf ist eigentlich ein Geheimnis der Lsel-Bewohner. Ihre Erfahrungen und Erinnerungen geben sie auf diese Weise von Generation zu Generation weiter, doch irgendwie scheinen alle wichtigen Leute auf Teixcalaan von der Maschine zu wissen, oder zumindest davon zu ahnen. Ihr erster  Schritt ist es, sich mit Yskandrs damaligen Kulturreferenten Fünfzehn Triebwerk zu verabreden, doch das Treffen in der Öffentlichkeit endet nach wenigen Minuten durch einen Anschlag. Als die Polizei sie festsetzen will, kann sie sich mit geschickten Worten herausreden und befindet sich kurz darauf im Büro und den Wohnräumen von Neunzehn Breitaxt, eine Beraterin des Imperators. Diese lässt Mahit nicht mehr gehen, ist aber gleichzeitig hilfsbereit, ein bisschen fürsorglich und öffnet ihr einige Türen… außerdem sind da diese seltsamen vertrauten Gefühle, die ihr ihr kaputter Yskandr durch ihre Nervenbahnen schickt.
Später besuchen Mahit, Drei Seegras und Neunzehn Breitaxt einen Ball und Dichterwettstreit und hier trifft sie auch das erste Mal auf den Imperator Sechs Vektor und einigen anderen wichtigen Akteure von Teixcalaan… Um herauszufinden, was Yskandr in den letzten Jahren getrieben hat und wieso er das kulturelle Erbe ihrer Heimat verraten hat, muss sie sich jeden Schritt und jedes Wort genau überlegen.
Es war schon immer Mahits großer Traum, im Herzen des Imperiums zu leben, doch nun gerät sie in ein politisches Machtspiel aus Intrigen und Aufständen, das verwoben und gefährlich ist. Sie muss sich selbst schützen, den Imperator und ihre Heimat, die Lsel-Station… und ganz nebenbei wartet im Weltraum ein noch viel größerer Feind.  

„Im Herzen des Imperiums“ ist ein Far Future Science Fiction Thriller, der sich langsam aufbaut. Durch die ungewöhnlichen Namen habe ich nur langsam hineingefunden, aber die Poesie des Buchs hat mich irgendwie gleich gefesselt. Die Autorin zeichnet dem Leser ein wunderbares einprägsames Bühnenbild in den Kopf. Man kann sich genau vorstellen, wie die stolze Planetenstadt Teixcalaan aus Mamor und Glas aussieht, die Häuser, die wie Dornen in den Himmel ragen, durchzogen mit Rosa und Gold.  Alles ist groß und glänzend, aber auch bedrohlich und einengend, denn die Stadt beobachtet alles und jeden.

Am Anfang des Buches, noch vor dem ersten Kapitel, stehen ein paar schöne Zitate und erklären, warum die Autorin dieses Werk geschrieben hat und warum sie es so geschrieben hat, wie es ist. Wenn man sich darauf einlässt, nimmt einen das Buch in sich auf und am Ende ist es ein bisschen Schade, dass es nicht noch weiter geht.
Eine Fortsetzung würde ich gerne lesen.

Details zum Buch:
Erschienen im Heyne Verlag am 11. November 2019
608 Seiten
ISBN: 978-3-453-31993-6
Cover-Download: heyne.de

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