Philip K. Dick – Electric Dreams

Rückseitentext:
„Von der Geschichte einer Frau, die den Verdacht hat, ihr Mann sei als ein anderer von der Weltraumreise zurückgekehrt, bis zu der Story eines Agenten, der einer neuen Welle von illegalen, telepathiebegabten Wesen auf der Spur ist: Jede Erzählung untersucht, was es bedeutet, in einer sich rasant verändernden Welt Mensch zu sein.   Die zehn Stories hinter den zehn Episoden von Philip K. Dick: Electric Dreams, der Erfolgsserie von Amazon Prime Video…“

Inhalt und Vergleich:
Die Prime Serie hatte ich bereits letztes Jahr mit Begeisterung angeschaut. Das Buch, das mir eine Freundin zu Weihnachten geschenkt hat, habe ich immer mal zwischendurch gelesen und bin nun fertig. Die Originalgeschichten sind richtig gut, haben mich aber etwas verwirrt, weswegen ich die Amazon-Versionen danach immer noch einmal angesehen habe. Leide hat der Konsumriese sein ganz eigenes Ding daraus gemacht und viele Stories total verdreht.  Mit dem, was Philip K. Dick in den 50er Jahren geschrieben hat, haben die Episoden auf Prime oft nur wenig zu tun. Manchmal sind es sogar völlig verschiedene Stories bei denen der Anfang und die Figuren zwar erhalten sind, aber etwas völlig anderes erzählt wird… das finde ich schade, denn Philip K. Dick bietet eine kritische Betrachtungsweise auf unsere Gesellschaft, die in der Serie untergeht. Besonders ärgerlich ist, dass Prime so ein Sex-sells-Ding daraus gemacht hat. Völlig zusammenhangslos wurden Sexszenen eingebaut, die in der Serie schon keinen Sinn ergaben und im Buch nie vorkommen.

Mein Favorit im Buch und in der Serie ist „Human is“, in der ein Mann nach einem Einsatz von einem Alien übernommen wird und menschlichere Züge zeigt als zuvor. Ein weiterer Schatz im Buch ist „Eine todsichere Mache“ (Originaltitel: „Crazy Diamond“), hier hat Amazon total versagt und etwas völlig anderes und langweiligeres fabriziert. Das dafür der gleiche Titel verwendet wurde ist schlicht unverschämt.

Obwohl die Geschichten in den 50er Jahren geschrieben wurden, können sie mit heutiger Science Fiction mithalten, fliegende Autos, Service-Roboter und Smart Homes, alles dabei. Wenn der Autor als Visionär bezeichnet wird, dann ist das absolut richtig. Rückblickend bin ich von den Verfilmungen ein wenig enttäuscht, denn ich finde die Originale beim Lesen viel düsterer und beklemmender. Absolut lesenswert.

Details:
Erschienen 2018 im Fischer Verlag
240 Seiten
ISBN 978-3-596-90670-3

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