Maike Maja Nowak – Wanja und die wilden Hunde

Rückseitentext:
„Maike Maja Nowak, die Autorin von »Die mit dem Hund tanzt«, geht dorthin zurück, wo alles begann: in die Vergangenheit, in der sie sich, Hunde und Menschen sehen lernte, zu einem Ort, an dem sie noch einmal Kind sein und Wesentliches erfahren durfte. Im russischen Dorf Lipowka, benannt nach den Linden, lebt Maja Nowak mit den Bauern fast abgeschnitten von der Welt. Und doch tut sich dort ein wahres Universum für sie auf, voll Einfachheit, Liebe und Nähe. Es finden sich zuerst Wanja, dann nach und nach neun weitere Hunde an ihrer Seite ein. Sie und die Bauern erobern ihr Herz und werden Lehrmeister für ihr weiteres Leben.“


Mit einfacher und freundschaftlicher Sprache erzählt die Autorin von ihrem Abenteuer zwischen 1991 und 1997. Nach der Wende wandert sie nach Russland/Moskau aus um die Sprache zu lernen und Musik zu machen. Geplant war das Selbstversorgerleben in Lipowka mitten in der Pampa nicht. Aber ihrer russische Freundin bequatscht sie so lange, bis sie endlich einwilligt mit ihr den Sommer in ihrem Häuschen dort zu verbringen.Die Reise beginnt im Zug, dann mit einem Jeep (oder Pickups, oder etwas ähnliches) übers Land und dann, als die Straße aufhört und sie aussteigen müssen, geht es immer noch weiter… Maike ist maximal genervt, denn das hat ihr ihre Freundin vorher nicht verraten. Dieser Abschnitt war für mich als Stadtkind sehr amüsant, denn die Gedanken, die sie darüber schreibt, wären auch die meinen.
Aber im Dorf angekommen ist alles vergessen… Sie verliebt sich sofort und bleibt.

Das Buch ist in viele kleine Kapitel aufgeteilt. Natürlich bekommt jeder ihrer wunderbaren wilden Hunde ein eigenes. Man erfährt viel über ihre Einzigartigkeiten und darüber wie sie zusammen agieren. Wie einfach die Hunde miteinander kommunizieren und wie dusselig und beleidigt wir Menschen uns bei Problemen miteinander verhalten bringt einem zum nachdenken und schmunzeln.Aber auch dem Dorf, den anfallenden Arbeiten und dem Zusammenleben mit den Babuschkas sind viele Kapitel gewidmet. Ergänzt werden die Erzählungen mit vielen privaten Fotografien, die in den 90er Jahren noch das echte Leben gezeigt haben (nicht so gestellt wie heute).

Am Ende befinden sich noch ein paar Tipps zur Kommunikation mit Hunden, welche ich aber einfach übersprungen habe. Davon habe ich keine Ahnung und kann nichts über die Qualität aussagen. Ich habe das Buch bestellt, weil es in einer Büchergruppe vorgestellt wurde. Man muss aber keinen Hund besitzen um dieses Buch zu mögen. Man kann es einfach als Geschichte lesen. „Wanja und die wilden Hunde“ ist ein aufmunterndes Buch für zwischendurch, dass mir sehr gut gefallen hat.

Details:
Erschienen 2013 im Goldmann Verlag
352 Seiten
ISBN: 978-3-442-17414-0

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