Philip K. Dick – Blade Runner

Auszug Klappentext:
„Wir schreiben das Jahr 2012. Weite Teile der Erde sind sind nach einem Atomkrieg unbewohnbar, immer mehr Menschen wandern auf den Mars aus. Als Begleiter für die Kolonisten werden künstliche Menschen gebaut, die so hoch entwickelt sind, dass man sie nicht von echten Frauen und Männern unterscheiden kann…“

Vor vielen Jahren habe ich Blade Runner auf VHS gesehen und war vor allem beeindruckt von der Kulisse. Die düstere, übervolle, leuchtende Stadt, voll Armut und Reklame und doch beeindrucken und einnehmend. Abstoßend und anziehend zugleich… und die fliegenden Autos – wann werden sie endlich erfunden???

Durch „Electric Dreams“ und „Blade Runner 2049“ habe ich mich wieder an die Verfilmung von Ridley Scott, die 1982 in die Kinos kam, erinnert und seit dem stand das Buch auf meiner Wunschliste. Vor wenigen Tagen habe ich es geschenkt bekommen und habe mir gleich im Anschluss die DVD mit dem Final Cut bestellt – auf diese warte ich aber noch.

Zum Buch: Rick Deckard ist Kopfgeldjäger. Sein Auftrag ist es, die vom Mars entflohenen Adroiden zu finden und zu töten. Als sein Kollege einen Auftrag abbrechen muss ist es nun an Rick sechs Stück der Nexus-6 Modelle auszuschalten. Um herauszufinden, ob es sich wirklich um künstliche Wesen handelt, gibt es mehrere Tests. Doch die neuen Modelle sind so perfekt, dass sich Rick auch auf seine Intuition verlassen muss…Im Laufe des Tages macht sich Rick so seine eigenen Gedanken und zweifelt mehr und mehr daran, ob es richtig ist, die Androiden zu töten und ob er vielleicht auch einer ist.

Die Menschheit selbst ist ein wenig – für mein Empfinden – stumpf geworden. Es gibt eine Fernsehreligion, die Tag und Nacht auf Sendung ist und mit einer sogenannten Stimmungsorgel kann man seine Gefühlslage regulieren. Außerdem ist in einer Welt, auf der so gut wie nichts mehr lebt, der Besitz eines Tieres ein hohes Statussymbol geworden.

Insgesamt finde ich die Geschichte super, aber mir fehlt ein bisschen die Poetik, denn Dicks Schreibstil war eben auch sehr schnörkllos, weswegen ich oft gedacht habe, dass es auch eine Kurzgeschichte getan hätte. Doch die Themen künstliche Menschen, menschliche Roboter und künstliche Intelligenz (worin auch immer) faszinieren mich und mir gefällt besonders der philosophische Aspekt. Wie werden wir die Maschinen, denen wir ein Wesen geben, behandeln? Und was macht das alles mit unserem Dasein?

Details zum Buch:
Die Ausgabe von FISCHER Tor erschien im August 2017
272 Seiten
Übersetzt von Manfred Allié
ISBN: 978-3-596-29770-2

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