Dean Nicholson – Nalas Welt

Ein großer, tätowierter Schotte findet auf seiner Fahrradtour um die Welt ein Katzenbaby und bringt es nicht über’s Herz sie alleine in den Bergen zurückzulassen… Nala verändert nicht nur seinen Tagesablauf und den Ablauf seiner Reise, sondern auch seine Sicht auf sein Leben und die Welt.


Dean ist nicht besonders glücklich, denn er steckt in seinem eigenen Hamsterrat fest. Wechselnde Jobs, Sauftouren mit seinem Kumpel Ricky und gelegentlicher Stress mit der Polizei gehören zu seinem Leben. Als die beiden in einer Nacht mal wieder richtigen Blödsinn aushecken, endet ihr Ausflug in einer Katastrophe… Dieses Ereignis ist der Wendepunkt für Dean. Gemeinsam kommen sie auf die Idee eine Weltreise mit dem Fahrrad zu machen und bereiten sich vor. Doch schon ziemlich am Anfang merken die beiden, dass sie einander nicht gut tuen und völlig verschiedene Vorstellungen davon haben, wie diese Reise ablaufen soll. Die beiden trennen sich.


Als Dean durch die karge Landschaft Bosniens radelt und sich kurz vor der Grenze zu Montenegro befindet, entdeckt er eine winzige Katze. Ihm ist klar, dass sie ohne seine Hilfe nicht überleben wird, also nimmt er sie mit. So schnell wie möglich bringt er das Kätzchen zu einem Tierarzt und stellt schnell fest, dass mit ihr alles ein bisschen aufwendiger wird… doch es war Liebe auf den ersten Blick und für die beiden beginnt eine neue aufregende Reise.


Gemeinsam fahren sie durch Bulgarien, Griechenland, Türkei, Georgien und andere Länder, erleben Rückschläge und treffen liebe, hilfsbereite Menschen. Immer wieder wird Dean auch mit dem Thema Tierleid und Tierschutz konfrontiert und für ihn wird immer klarer, für was er sich im Leben einsetzen will.


Eigentlich wollte Dean noch nach Indien und andere asiatische Länder durchfahren, doch es kommt alles anders. Alle Reisepläne werden durch das Coronavirus Anfang 2020 auf Eis gelegt und die beiden stecken fest. Das wichtigste für Dean ist aber, dass er Nala bei sich hat.


Das Buch lässt sich schnell lesen, denn der Schreibstil ist natürlich ziemlich schnörkellos. Das ist aber egal, denn Dean ist ein sympathischer Typ, der auch von seinen Fehlern erzählt. Einzig hat mir nur nicht gefallen, dass ein „steiler“ Karriereaufstieg – guter Job, Frau, Kind, Haus – unter 30 als allgemeines Lebensziel erklärt wird. Ich bin mir sicher, dass er das nicht bewusst macht und wahrscheinlich nicht mal selbst so sieht, aber es sind ein paar Sätze dabei, die es so wirken lassen.


Im Umschlag ist innen eine sehr schöne ausklappbare Karte und es gibt mehrere Seiten mit Farbfotos. Unter 1bike1world kann man Dean Nicholson auf mehreren Plattformen finden, auf denen er seine Reise dokumentiert hat.

Details:
Erschien im September 2020 im Lübbe Verlag
320 Seiten
Übersetzt von Valérie Thieme
ISBN: 978-3-404-61711-1

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