S. K. Vaughn – Die Astronautin

In der Dunkelheit wird deine Stimme mich retten

Rückseitentext:
„Weihnachten 2067: Auf der Krankenstation eines halb zerstörten Raumschiffs erwacht May Knox aus der Bewusstlosigkeit. Sie scheint die letzte Überlebende einer hoffnungsvollen Mission zu sein, hat aber keine Erinnerungen an einen möglichen Unfall. Ihre einzige Rettung ist die Funkverbindung zur NASA und zu dem Wissenschaftler Stephen. Doch er ist auch Mays Ex-Mann, dessen Herz sie brach. Jetzt ist seine Stimme alles, was ihr noch Hoffnung geben könnte in der Schwärze des Alls…“

Das gerate Weihnachten ist ist eher Zufall. Keine coole Wichtelparty hat das Raumschiff Hawking II zerstört und May ausgeknockt… Wir wissen nicht was los ist, außer das May und ihre Crew mit ihrer Europa-Mission fertig sind und zurück zur Erde unterwegs sein sollten. Stattdessen ist May ganz alleine und völlig vom Kurs abgekommen. Die Schiffs-KI funktioniert fehlerhaft und Daten zu dem was passiert ist fehlen ganz.
May bekommt die KI wieder zum Laufen und gibt ihr den Namen Eve – immerhin werden die beiden einige Wochen alleine unterwegs sein. Als es ihr gelingt, Kontakt zur NASA herzustellen geben sich die Verantwortlichen optimistisch und versprechen ihr, sie zu retten… doch May wird stattdessen zum Spielball der NASA gemacht. Sie wird vor den Medien erst als Heldin, dann als Schuldige hingestellt, ganz so, wie es ihre Vorgesetzten brauchen… niemand von denen macht sich auf den Weg. Nur ihr Ex-Mann Stephen und dessen bester Freund Raj geben alles um May zu retten.

Auf Mays Weg nach Hause passiert einfach alles, was passieren kann. Das bringt auf der einen Seite ziemlich viel Action mit sich, auf der anderen Seite ist es ein wenig anstrengend und unrealistisch. Klar, will man seine Leser/innen fesseln, aber persönlich finde ich es ganz angenehm, wenn zwischendurch auch mal was sofort funktioniert… und weil man sich darauf verlassen konnte, dass Mays Vorhaben immer schief gehen, wurden die Szenen auch leider vorhersehbar.

Die erste Hälfte des Buchs hat mir trotzdem ganz gut gefallen. Aber dann lässt es sich der Autor nicht nehmen, aus seiner Protagonistin eine schwangere Frau zu machen, die sich wegen einer leichten Amnesie nicht mehr daran erinnern kann, von wem das Kind ist… wirklich??? Weil sie eine Frau ist, muss sie schwanger sein? So unkreativ.
Natürlich tritt auch der andere potenzielle Vater auf die Spielfläche. Dieser ist super reich und super arrogant und alles andere was Stephen nicht ist.
Im letzten Drittel geht es dann nur noch um das persönliche Drama und die spannende Szene, in der May endlich abgeholt wird ist davon überschattet.

Hat mich nicht wirklich überzeugt. Das Buch hätte definitiv auch ohne Schwangerschaft und diese Männer-Rivalität funktioniert, denn Action war reichlich da. Mich hätte da eher mal noch die Mission auf Europa interessiert.
Immerhin ließ es sich flüssig lesen…
Kommt auf den Stapel für den Öffentlichen Bücherschrank.

Bewertung: 2 von 5.

Details:
Erscheinungsdatum: 15. Juli 2019
Verlag: Goldmann
Seiten: 544
Originaltitel: Across the Void
Übersetzt von: Thomas Bauer
ISBN: 978-3-442-20572-1
Coverdownload: penguinrandomhouse.de

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